Dynamic Facilitation ist eine besondere Moderationsmethode, die entwickelt wurde, um Gruppen bei komplexen und schwierigen Fragestellungen zu unterstützen. Anders als klassische Moderationsansätze, die einem festen Ablauf folgen, setzt Dynamic Facilitation auf den natürlichen Fluss von Ideen, Emotionen und Einsichten.
Die Methode wurde von Jim Rough in den 1980er-Jahren entwickelt und hat sich seitdem als wirksames Instrument für strategische Fragen, Konfliktthemen und scheinbar unlösbare Probleme bewährt. Ziel ist nicht, aus vorgegebenen Optionen die „beste“ auszuwählen, sondern gemeinsam einen unerwarteten Durchbruch zu erleben – eine Lösung, die alle Beteiligten mittragen können.
Während eines Workshops können verschiedene Prozesse angestoßen werden wie zum Beispiel:
- Vertrauensbildung – Vertrauen entsteht, weil allen aufmerksam und respektvoll zugehört wird.
- Einander verstehen – Durch das Sammeln aller Sichtweisen entsteht ein umfassenderes Verständnis.
- Gemeinsame Zielklärung – Die Gruppe entdeckt, was sie wirklich gemeinsam erreichen möchte.
- Ideenentwicklung – Kreative Lösungen werden sichtbar und greifbar.
Wann ist der Einsart von Dynamic Facilitation sinnvoll?
Dynamic Facilitation entfaltet seine Stärke besonders dann, wenn:
• Emotionen eine Rolle spielen,
• Konflikte oder verhärtete Positionen im Raum stehen,
• kreative Lösungen gebraucht werden, die über das Offensichtliche hinausgehen,
• Vertrauen und gemeinsames Lernen gefördert werden sollen.
Für Routine-Meetings oder rein technische Fragestellungen ist die Methode oft zu aufwendig. Doch sobald es um wichtige, komplexe oder emotionale Themen geht, ist Dynamic Facilitation ein kraftvolles Werkzeug.